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Gesprächskreis mit Landesvorsitzenden Manfred Weber, MdEP
zur CSU-Grundsatzdiskussion

 

 

 


Junge Union will "up to date" sein 

Landeschef Weber diskutiert mit Jugendlichen in Neufarn 

Neufarn - Die CSU erarbeitet zur Zeit ein neues Grundsatzprogramm, das für die nächsten 20 Jahre gültig sein soll. Darin enthaltene Themen sind u.a. die Globalisierung, die demographische Entwicklung, der Wandel des Familienbildes, Bildungspolitik und der Verlust von Werten. Allesamt Themen, die auch - und gerade - die junge Generation betreffen. Deshalb luden die Kreisverbände der Jungen Union (JU) aus Ebersberg, Erding und München-Land zu einer Grundsatzdiskussion ins Gasthaus Stangl nach Neufarn.

Als Referent geladen war Europaabgeordneter Manfred Weber, zugleich Landesvorsitzender der JU Bayern und Mitglied der CSU-Grundsatzkommission. Er warb eindringlich für eine aktive Auseinandersetzung mit dem neuen Grundsatzprogramm, denn schließlich habe die JU als erste politische Gruppierung eine Erneuerung gefordert, da viele Positionen nicht mehr "up to date" seien. Dabei sei besonders erfreulich, dass auch der Vorsitzende der Grundsatzkommission, Landtagspräsident Alois Glück, der JU aufgeschlossen gegenüber stehe. "Er hat gesagt, es sei unser Programm, weil wir die nächsten Jahre damit leben müssen," wusste Weber zu berichten.

Die Basics des Programmes, so Weber, seien nach wie vor die Schlagworte Bayerisch, Christlich, Konservativ und Sozial. Nun käme es darauf an, diese Schlagworte für die heutige Zeit zu interpretieren und dazu nannte der JU-Landesvorsitzende etliche Beispiele. So müsse etwa eine Diskussion darüber möglich sein, ob es denn so solidarisch sei, wenn junge Leute in ein Sozialversicherungssystem einzahlten, von dem sie im Voraus wüssten, dass sie selbst niemals eine Leistung daraus erwarten könnten. Dem Trend zur Globalisierung dürfe man sich nicht verschließen, sondern müsse das Beste aus der Situation machen. So sei dieser Wettbewerb nur mit Spitzenprodukten zu gewinnen, weshalb Bayern derzeit massiv in die Biotechnologie investiere und dabei auch die Gentechnik befürworte.

Nachfragen aus dem Publikum zur massiven Ablehnung der Grünen Gentechnik gerade im Landkreis Ebersberg beantwortete Weber eher ausweichend und wandte sich stattdessen lieber dem Thema "Christliche Werte" zu. Auch die Themen der Zuwanderungs- und Integrationspolitik müssten unter dem Aspekt der Christlichkeit diskutiert werden.

Nach seinem Vortrag stand Weber Rede und Antwort. Dabei wurde deutlich, dass die Vereinbarkeit von traditionellen Werten mit den Anforderungen einer Partei, die gerne als jung und modern angesehen werden möchte, noch viel Diskussionsstoff bietet.


Presseartikel der Ebersberger Zeitung

 

 

 


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